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Österreich bei Benzin und Diesel unter dem EU-Schnitt
Donnerstag, 02. April 2009 um 10:12 Uhr

 

 

Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI)
analysierte die europäischen Preise für Benzin und Diesel im
abgelaufenen Jahr: "Der Blick auf die Treibstoffpreise der 27
EU-Staaten plus der Schweiz bestätigt, dass die Autofahrer in
Österreich nach wie vor günstig tanken. Sowohl bei Super Benzin 95
als auch bei Dieselkraftstoff belegt Österreich einen guten Platz und
liegt unter dem EU-Schnitt", zeigt sich FVMI-Geschäftsführer Dr.
Christoph Capek erfreut. Bei den Nachbarn Deutschland und Italien,
aber auch teilweise in Tschechien und in der Slowakei "musste 2008 an
den Tankstellen deutlich mehr bezahlt werden. Diese günstige
Situation gilt auch heute unverändert bei den gegenüber 2008 generell
niedrigeren Treibstoffpreisen, vielmehr sind jetzt auch die
Pumpenpreise in Slowenien immer wieder über dem österreichischen
Niveau".

Regelmäßige Preisänderungen zeigen harten Wettbewerb

   "Der Treibstoffmarkt und das Tankstellengeschäft sind von einem
harten Wettbewerb geprägt. Das zeigt sich gerade auch durch die sich
regelmäßig ändernden Preise, in die sowohl die lokale
Konkurrenzsituation als auch die sich täglichen Änderungen der
Notierungen am internationalen Produktenmarkt einfließen", so Capek
und weiter: "Das österreichische Preisniveau trägt den
wirtschaftlichen Erfordernissen Rechnung und spiegelt ein faires
Preis-Leistungsverhältnis wider."

1 Euro Tankgeld: 57 Prozent davon gehen an den Staat

   Der FVMI-Geschäftsführer weist darauf hin, dass die
Treibstoffpreise "überwiegend durch die Preisentwicklungen auf den
internationalen Produktenmärkten bestimmt werden und die heimischen
Mineralölunternehmen keine Möglichkeit haben, sich von der
internationalen Entwicklung ab zu koppeln". Besonderes Augenmerk
sollte in diesem Zusammenhang der Zusammensetzung des
österreichischen Treibstoffpreises geschenkt werden: "Wenn man die
letzten Wochen betrachtet, dann gingen von einem Euro Tankgeld
durchschnittlich 57 Prozent in Form von Steuern und Abgaben an den
Staat. Etwa 34 Prozent betrug der Einkaufspreis des Produktes am
internationalen Markt und 9 Prozent waren für den Vertrieb im Inland,
das Marketing, die Verwaltung und Instandhaltung sowie die
Pächterprovisionen erforderlich. Den Mineralölunternehmen blieben aus
dem Tankgeschäft nur etwa 0,5 Cent pro Liter", so Capek.

Garant für Versorgungssicherheit und zentraler Wirtschaftsfaktor

   Gerade vor dem Hintergrund der schwachen Konjunktur und der
ansteigenden Arbeitslosenrate weist der FVMI auf die "wichtige Rolle
der Mineralölindustrie als zentraler Wirtschaftsfaktor für
Österreich" hin: "Die Mineralölindustrie ist der Garant für die
Versorgungssicherheit mit flüssigen Treib- und Heizstoffen und
gleichzeitig eine wichtige wirtschaftliche Konstante in Österreich,
mit der über die großen Mineralölunternehmen, die vielen
Mineralölhändler sowie die Tankstellen tausende Arbeitsplätze
verknüpft sind", so Capek abschließend.

Über den FVMI

   Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite
Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als
gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und
Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die
Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren
(midstream) und  in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien
verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream)