| VKI: Er- und Ablebensversicherungen - Kosten fressen Ertrag |
| Freitag, 06. August 2010 um 14:59 Uhr |
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Lebensversicherungen gelten vielen als Inbegriff von Verlässlichkeit und Sicherheit. Dem Versicherungsverband Österreichs zufolge gab es 2009 rund 10,4 Millionen Verträge - und damit mehr Lebensversicherungen als Einwohner. Das Gefühl, gut vorgesorgt zu haben, schwindet jedoch bei einem Blick auf die Erträge. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat für die August-Ausgabe des Testmagazins Konsument Angebote für kombinierte Er- und Ablebensversicherungen der sieben größten österreichischen Versicherungs-Unternehmen analysiert. Die Annahme: Eine 40jährige Frau bzw. ein 40jähriger Mann zahlen 20 Jahre monatlich 100 Euro - gesamt 24.000 Euro - ein. Das würde beispielsweise für den Mann am Ende eine prognostizierte Ablaufleistung von 27.000 bis 30.500 Euro ergeben und damit eine magere Rendite von 1,15 bis 2,33 Prozent. "Angesichts der langen Laufzeiten ist das eine bestürzend magere Bilanz, die alle, nur nicht den Kunden profitieren lässt", kritisiert VKI-Versicherungsexpertin Gabi Kreindl. "Grund dafür sind - neben dem generellen Rückgang der Zinsen - die exorbitant hohen Kosten. Diese führen dazu, dass nur rund achtzig Prozent der eingezahlten Summe tatsächlich veranlagt werden. Unser Rechenbeispiel zeigt, dass bei Einzahlung von insgesamt 24.000 Euro nach Abzug von Kosten, Risikoprämie und Versicherungssteuer nur rund 19.000 Euro übrig bleiben, die auch tatsächlich veranlagt werden. Dazu kommt, dass für Konsumenten nicht ersichtlich ist, welche Kosten im Detail anfallen." |
