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Zelisko erhält Auftrag für elektronische Bahnübergangssicherung
Mittwoch, 07. Oktober 2009 um 13:13 Uhr

Die Dr. techn. J. Zelisko GmbH aus Mödling erhielt vor kurzem von den ÖBB den Auftrag zur Sicherung von 9 Bahnübergängen im Tullnerfeld und einem im Weinviertel. Bei der Auftragsvergabe konnte das Tochterunternehmen der österreichischen Knorr-Bremse GmbH mit modernster Sicherungstechnik punkten. Bei allen 10 Bahnübergängen wird die von Zelisko neu entwickelte rechnergesteuerte Eisenbahnkreuzungssicherungsanlage RBUET-Oe eingesetzt, die alle erforderlichen Überwachungsarten für Österreich abdeckt. Der Auftragswert beträgt knapp eine Million Euro.


Demotafel mit Zelisko LED Signalen (Foto: Zelisko)

Zelisko produziert auch LED Bahnsignale, bereits über 20.000 Stück dieser lichtstarken Signale sichern Bahnstrecken und Bahnübergänge in Österreich, Europa und Algerien.

Neue Bremssteuerung von Zelisko und Knorr-Bremse

Zusammen mit der österreichischen Knorr-Bremse GmbH entwickelte Zelisko am gemeinsamen Standort Mödling eine neue Bremssteuerung speziell für die Ansteuerung von Magnetschienenbremsen, die MMBC (modular magnetic track brake control system). Erstmals am Markt verfügt damit eine Bremssteuerung über eine sogenannte Wirküberwachung, d.h. nun können automatische Bremsproben unter voller Anrechenbarkeit der Magnetschienenbremse durchgeführt werden.

Die MMBC wird in Österreich bereits im neuen ÖBB railjet eingesetzt, vor kurzem erhielt Zelisko den Auftrag für die Ausrüstung von Doppelstockwagen der SBB. Dazu Zelisko Geschäftsführer Dr. Wolfgang Widl: "Die Entwicklung der MMBC ist ein gelungenes Beispiel von unternehmens- und abteilungsübergreifender Zusammenarbeit am Standort Mödling."

Das Unternehmen

Die 1918 vom Techniker und Erfinder Dr. Josef Zelisko in Mödling gegründete Dr.techn. J. Zelisko GmbH entwickelt, produziert und vertreibt Messwandler, Signalsysteme für Schiene und Straße sowie Verkehrsmanagementsysteme. Sie gehört zur Knorr-Bremse GmbH am selben Standort und damit zum Knorr-Bremse Konzern, dem Weltmarktführer bei Bremssystemen für Schienen- und Nutzfahrzeuge. Als technologischer Schrittmacher treibt Knorr-Bremse seit über 100 Jahren maßgeblich die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb moderner Bremssysteme voran. Weitere Produktfelder sind Türsysteme und Klimaanlagen für Schienenfahrzeuge sowie Drehschwingungsdämpfer für Verbrennungsmotoren. Im Jahr 2008 erwirtschaftete der Konzern mit rund 15.000 Mitarbeitern an 60 Standorten in 25 Ländern einen Umsatz von 3,38 Milliarden Euro. Die Knorr-Bremse GmbH beschäftigte 2008 rund 1180 Mitarbeiter an den österreichischen Standorten Mödling und Kematen/Ybbs sowie in den Niederlanden, Polen, Rumänien und Tschechien.