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Die ING-DiBa Direktbank Austria hat gemeinsam mit ihren Schwesterunternehmen in Deutschland, Frankreich, Spanien, Großbritannien, Italien, USA, Kanada und Australien eine Studie zum Thema Sparen in Auftrag gegeben. Das Ziel: erstmals eine Umfrage rund um den Globus zu starten, um die Veränderung des Sparverhaltens im Zuge der Wirtschaftskrise zu ermitteln. In den insgesamt neun Ländern wurden jeweils 1.000 Personen befragt. Hier die Ergebnisse:
Fleißige Sparer - 290 Euro legt der Österreicher auf die Seite
Der Großteil der Bevölkerung hat die Höhe des monatlichen Sparbetrages nicht wirklich verändert. Eine Ausnahme bildeten bei der Befragung die Italiener: im südlichen Nachbarland mussten bereits 42% der Bevölkerung die Sparbeträge reduzieren, Aber auch in Frankreich heißt es "Gürtel enger schnallen": 40% der Franzosen gaben an, jetzt weniger zu sparen als noch vor sechs Monaten. Erfreulich: Besonders positiv tun sich die Österreicher hervor: Bei ganzen 71% ist die Höhe der Sparbeträge gleich geblieben, "nur" 22% haben das Sparvolumen reduziert. Auf die hohe Kante gelegt wird einiges - im Durchschnitt sind es in Österreich derzeit 290 Euro pro Monat. Spitzenreiter sind hier die Sparer in Spanien, die Monat für Monat im Schnitt 388 Euro sparen.
Die meisten sparen für den Notfall - Österreicher zeigen sich vorausschauend
"Spare in der Zeit, dann hast du in der Not" - das Sprichwort hat länderübergreifend seine Gültigkeit. Der Großteil der Befragten spart für den Notfall. An erster Stelle beim "Puffer ansparen" stehen die Österreicher mit 53%, dicht gefolgt von den Deutschen mit 52%. Weniger stimmt man dem im angloamerikanischen Raum und in Australien zu. Für den Notfall sparen hier zwischen 35% und 26%. Umgekehrt stellt sich die Situation dar, wenn es um den Urlaub geht. Hier sind die Österreicher nahezu das Schlusslicht, denn nur 9% gaben an, für den Urlaub zu sparen. Weniger sind es nur in den USA mit 8%. In Deutschland sind es 11% der Sparer, die für die "schönsten Wochen im Jahr" etwas Geld zur Seite legen. Am wenigsten Abstriche wollen hier die Australier machen, wo immerhin 18% der Bevölkerung angibt, für den Urlaub zu sparen.
Energiesparen liegt im Trend
Bei den Einsparungsmaßnahmen ergibt sich fast durchwegs ein recht homogenes Bild. So liegt im Allgemeinen die "Reduktion von unwichtigen Einkäufen" an erster Stelle. Bereits an zweiter Stelle liegt das Energiesparen. 50% bis 60% aller Befragten rund um den Globus wollen damit reüssieren. Hier bilden die Österreicher eine Ausnahme, denn nur hier lag das Ergebnis in punkto Energiesparen unter 50%, nämlich bei 44%. An dritter Stelle der Maßnahmen liegt das "Cocooning", der Rückzug in die eigenen vier Wände und damit das Einsparen von Ausgaben beim Ausgehen.
Nur die Italiener und Franzosen entscheiden sich eher für alternative Maßnahmen: in Frankreich wollen 31% diverse Abonnements kündigen, in Italien planen 51% ihr Reisebudget zu kürzen.
Große Investitionen werden kritisch hinterfragt - aber zwei Drittel der Österreicher halten an Vorhaben fest
Große Vorhaben müssen jetzt eher warten. Ob Autokauf, Kauf eines Eigenheims oder Sanierung: viele schieben jetzt große Ausgaben auf. Am investitionsfreudigsten dürften unsere deutschen Nachbarn sein. Hier gaben 65% an, Investitionen gar nicht aufzuschieben. An zweiter Stelle liegen die Österreicher, wo 63% trotz allem mit ihren Plänen weiter verfahren. Wenig überraschend: wenn verschoben wird, dann ist meist der Autokauf oder der Bereich Wohnen/Renovierung betroffen. Am vorsichtigsten zeigen sich die Italiener, wo nur 35% Investitionen nicht aufschieben.

Interessantes Detail am Rande: Zwei bis sieben Prozent wollen nun auch mit dem Heiraten bzw. Kinderkriegen zuwarten, wobei hier die Italiener und Spanier für die höchsten Werte sorgen.
Resümee
"Die Studie hat uns - neben interessanten kulturellen Unterschieden - klar gezeigt, dass Sparen für die Menschen in den Ländern, in denen wir als weltweit größte Direktbank vertreten sind, etwas überaus Bedeutendes ist. Sparbeträge bleiben relativ konstant, während Investitionen durchaus hinterfragt werden. Umso wichtiger wird es für uns als Direktbank mit klarem Fokus auf Sparen, die Konsumenten kontinuierlich aufzuklären und ihnen zu zeigen, wo und wie sie Sparpotenziale ermitteln können. Und ihr Geld dann ihren Bedürfnissen entsprechend gut anlegen können", sagt ING-DiBa Austria CEO Katharina Herrmann.
Studiendaten zur Studie "Sociological trends around savings"
- Institut "TNS/Research International" im Auftrag der ING Direct (das ist die Direktbank-Sparte des ING-Konzerns, zu welchem die ING-DiBa Austria gehört) - Online-Befragung unter jeweils 1.000 Personen ab 18 Jahren pro Land - Befragungszeitraum: 26. Mai bis 9. Juni 2009
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