|
Mit der Unterzeichnung eines neuen Postvertrags haben Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl und Post-Vorstandsdirektor Herbert Götz deutliche Verbesserungen beim Vergütungssystem für Postpartnerschaften ab 1. Juli 2009 besiegelt. "Das Modell Post.Partner bewährt sich seit vielen Jahren. Bei dieser Erfolgsgeschichte wird nun zum Nutzen aller Beteiligten ein neues Kapitel geschrieben", betonten Leitl und Götz anlässlich der Vertragsunterzeichnung.
 Unterzeichnung des neuen Postpartnervertrags zwischen Lemler, Götz und Leitl (Foto: WKÖ)
"Wenn Betriebe als Postpartner tätig sind, gibt es nur die Gewinner: Die Bürger, weil sie von längeren Öffnungszeiten und einem besseren Service profitieren, die Betriebe, weil sie durch die höhere Kundenfrequenz mehr Geschäft machen können und somit die Nahversorgung gestärkt wird, und die Post, weil sie ihre Wirtschaftskraft in Zeiten eines schärfer werdenden Wettbewerbs absichern kann", betont Leitl.
"Es geht hier nicht um ‚entweder oder‘, sondern um "sowohl als auch‘. Dank der Postpartnerschaften kann in Österreich auch im vollliberalisierten Markt eine lückenlose Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen gewährleistet werden", ergänzt Postvorstandsdirektor Götz.
"Dass es trotz Schließung von Postämtern nicht zu einer weniger guten Versorgung mit Postdienstleistungen kommen muss, beweisen die rund 200 ausgezeichnet funktionierenden Postpartnerschaften in ganz Österreich", betont Leitl. Für heuer suchen Post und WKÖ in einer gemeinsamen Aktion weitere 450 Postpartner. Das Interesse sei enorm und übersteige alle Erwartungen. Für die 450 zusätzlichen Stellen gibt es rund 1.450 Bewerber. Leitl: "Erfreulicherweise erkennen auch immer mehr Bürgermeister, dass Postpartnerschaften ein zukunftsweisender Weg sind, um die Nahversorgung der ländlichen Bevölkerung gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten abzusichern bzw. sogar auszuweiten."
Auch bei den Kunden stoßen die Postpartnerschaften auf große Zustimmung, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. "Die besseren und kundenfreundlicheren Öffnungszeiten, Zeitersparnis aber auch die Unterstützung der lokalen Nahversorger werden als die größten Pluspunkte wahrgenommen", betont Götz. Besser als die Postfiliale schneiden die Post.Partner zudem aufgrund der besseren Stimmigkeit zum eigenen Tagesablauf (aufgrund der längeren Öffnungszeiten) sowie in puncto Verfügbarkeit und Erreichbarkeit ab.
Leitl verweist darauf, dass es international zahlreiche Beispiele für hervorragend funktionierende Postpartnerschaften gibt. So werden Postdienste etwa in Großbritannien und Schweden seit vielen Jahren erfolgreich über Postpartner abgewickelt. Auch in Deutschland wird dieses Erfolgsmodell forciert.
Gemäß dem neuen Vergütungssystem erhalten Post.Partner nun eine Qualitätsprämie von bis zu 3.000 Euro pro Jahr. Darüber hinaus übernimmt die Österreichische Post AG die EDV-Kosten der Post.Partner in Höhe von rund 800 Euro jährlich. Diese Vergütungen erfolgen zusätzlich zu den bestehenden Provisionssätzen (z.B. 19 Cent pro Annahme eines Briefes, 94 Cent pro Annahme bzw. 70 Cent pro Abgabe eines Paketes). Die rund 200 bestehenden Post.Partner erhalten die fixe Qualitätsprämie bereits rückwirkend per 1. Jänner 2009 aliquot ausbezahlt.
"Summa summarum können Postpartner nun mit einem Erlös von 15.000 Euro pro Jahr rechnen", kalkulieren Leitl und Götz.
|