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Dritter Platz für Lucia Aronica (Österreich) beim FameLab-Finale in Cheltenham
Montag, 08. Juni 2009 um 15:30 Uhr

Vergangenen Samstag holte Lucia Aronica, Gewinnerin von Famelab Austria 2009, den dritten Platz beim internationalen Finale von FameLab im Rahmen des Cheltenham Science Festivals. Mit ihrem Beitrag "Die zwei Gesichter der RNA" konnte die Mikrobiologin auch die internationale Jury und das britische Publikum begeistern.

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Lucia Aronica holte den dritten Platz für Österreich (Foto: science2public 2009)

"Brilliant performance" kommentierte Kathy Sykes, Jurymitglied und Direktorin des Science Festivals, den Beitrag von Lucia Aronica. "Lucia has an incredible capacity to break down a very complex research topic to an understandable, very interesting and touching story about the future of medicine."

Lucia Aronica verglich die RNA-Interferenz, die einen natürlichen Mechanismus der Genregulation in Pflanzen, Tieren und Menschen darstellt, mit dem Dr. Jekyll und Mr. Hyde-Prinzip. D.h. neben den Genen bestimmen die Mikro-RNAs unsere individuellen Merkmale: bei Pflanzen u.a. die Blütenbildung, bei Tieren die Fellfarbe und bei uns Menschen den Herzschlag, der uns am Leben erhält. Die RNAs können aber auch medizinisch, als eine Art Schalthebel für Gene, die uns krank machen, genutzt werden. Somit hätte die RNAi das Potential, viele Krankheiten wie Krebs, Aids oder Diabetes auf der Molekularebene zu behandeln.

Für Lucia Aronica ist die Kommunikation ihrer Forschungsergebnisse und das Teilen ihrer Leidenschaft für die Wissenschaft mit einer breiten Öffentlichkeit elementarer Bestandteil ihrer Arbeit als Biotechnologin. "Recent advances in molecular bioscience raise the need to improve public awareness about science and technology. This is a mission for science communication in the fututre, and it want to contribute to it."

Die weiteren GewinnerInnen

Gewinner von FameLab International ist der serbische Molekularbiologe Mirko Djordjevic, der mit seinem Vortrag über sexuelle Selektion als Schlüsselfaktor der Evolution Publikum und Jury gleichermaßen begeistern konnte.

Der zweite Platz ging an Kroatien. Die Chemikerin Maja Marasovic machte deutlich, dass es nicht nur an einer gesunden Lebensweise liegt, warum manche Menschen jünger aussehen als andere. Wie so vieles liegt auch der Alterungsprozess in den Genen.

Cheltenham Science Festival

Das Wissenschaftsfest zählt zu den bedeutendsten in Großbritannien. Das Programm richtet sich an alle Alters- und Bildungsstufen und bietet neben Diskussionsrunden und Vorträgen mit Nobelpreisträgern auch eine Leistungsschau der Forschung in Relevanz zu den Problemen der britischen Gesellschaft wie Klimawandel, Stammzellenforschung und Schweinegrippe.

Über FameLab

FameLab ist ein internationaler Wettbewerb für WissenschafterInnen, der 2005 im Rahmen des Cheltenham Science Festivals entwickelt wurde. Seit 2007 findet der Bewerb auf Initiative des British Council zeitgleich in Griechenland, Kroatien, Serbien, Aserbaidschan, Rumänien, Bulgarien, der Türkei, Israel und Großbritannien statt. Eine Ausweitung auf andere europäische Länder ist geplant. ForscherInnen zwischen 21 und 35 Jahren haben die Möglichkeit, sich und ihr Forschungsprojekt vor einer namhaften Jury, bestehend aus VertreterInnen der Forschungsfördereinrichtungen und Medien, zu präsentieren. Die Kriterien, nach denen bewertet wird, sind: Content, Clarity und Charisma, also ob das Thema wissenschaftlich korrekt, leicht verständlich und mitreißend präsentiert wird.

In Österreich wir der Wettbewerb von science2public realisiert.