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Österreichische Gesellschaft für Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in der Medizin erhielt TÜV Zertifikat
Mittwoch, 27. Mai 2009 um 13:12 Uhr

Sie hat im Frühjahr die Evaluation sämtlicher österreichischer Ordinationen mit großem Erfolg abgeschlossen. Nun erhielt die Österreichische Gesellschaft für Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement in der Medizin (ÖQMed) aus den Händen des TÜV-Austria selbst das begehrte ISO-Zertifikat.

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Verleihung des ISO-Zertifikats an die Geschäftsführerin der ÖQMed, Fr. Dr. Esther Thaler

Das Unternehmen wurde in den vergangenen Wochen nach der weltweit anerkannten Norm EN ISO 9001 ISO-zertifiziert. "Damit ist nun auch amtlich, dass die ÖQMed international anerkannte Standards der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements einhält", erklärte ÖQMed Geschäftsführerin Esther Thaler anlässlich der Übergabe des ISO-Zertifikats durch die TÜV Austria Cert GmbH.

Konkret gilt das ISO Zertifikat für folgende Geltungsbereiche:
- Qualitätsevaluierung von Arztordinationen
- Führung von Qualitätsregistern und ärztlichem Qualitätsberichtswesen
- Abwicklung von Projekten zum medizinischen Qualitätsmanagement
- Abhaltung von interdisziplinären Ausbildungen zum medizinischen Qualitätsmanagement.

Zum ISO-Zertifikat: Die Norm EN ISO 9001 legt die Anforderungen an Qualitätsmanagementsysteme fest und dient zur Unterstützung beim Aufbau eines internen prozessorientierten Managementsystems. Ziel ist, die Kundenanforderungen und gesetzlichen und behördlichen Auflagen zu erfüllen, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und einen Prozess der ständigen Verbesserung einzuleiten und nachzuweisen.

Die ÖQMed hatte seit April 2006 monatlich mit insgesamt 10 MitarbeiterInnen und einem Außendienst von rund 200 ÄrztInnen durchschnittlich 500 Ordinationen evaluiert und war damit im April dieses Jahres zu einem erfolgreichen Abschluss gekommen. Insgesamt 17.840 Ordinationen bestanden die Evaluierung, über 1.008 brachen den Evaluierungsprozess ab, 15 wurden beim Disziplinaranwalt angezeigt.

Derzeit widmet sich die ÖQMed der Ausbildung von Riskmanagern und Themen des freiwilligen Qualitäts- und Fehlermanagements und der ärztlichen Kommunikation. Gegenüber Ärztinnen und Ärzten werden die Vorteile eines freiwilligen Qualitätsmanagements beworben - etwa der Einsatz von standardisierten Patientenumfragen in den Ordinationen. Diese Umfragen gelten als hervorragender Gradmesser für aktuelle Bedürfnisse der Patienten und als ideales Tool, eine Ordination noch besser auf die individuellen Wünsche ihres spezifischen Patientenspektrums einstellen zu können

Foto: ÖQMed