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Der 6. Weltverdauungstag am 29. Mai 2009 steht im Zeichen des Reizdarm-Syndroms. Danone und die World Gastroenterology Organisation (WGO), sowie deren lokaler Partner, die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH), unterstützen gemeinsam den Weltverdauungstag. "Das Reizdarm-Syndrom gehört zu den häufigsten Verdauungsbeschwerden in der westlichen Welt. Vor allem der negative Einfluss auf die Lebensqualität wird stark unterschätzt. Im Gegensatz zu anderen chronischen Erkrankungen tritt die Erkrankung nämlich in einem Lebensabschnitt auf, der eigentlich zu den aktivsten und produktivsten zählt", so Univ.-Prof. Dr. Friedrich Renner, Präsident der ÖGGH.
 Prim. Univ.-Prof. Dr. Friedrich Renner (Präsident der ÖGGH; Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Ried im Innkreis, Abteilung für Innere Medizin), A. Univ.-Prof. Dr. Walter Reinisch (Leiter der Arbeitsgruppe für chronisch entzündliche Darmerkrankungen in der ÖGGH; Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Innere Medizin III, Klinische Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie), Univ.-Prof. Dr. Bernhard Schwarz (Zentrum für Public Health der Medizinischen Universität Wien; Leitung des Karl Landsteiner Instituts für Gesundheitsökonomie), Univ.-Prof. Dr. Günter J. Krejs (Abteilung für Gastroenterologie und Hepatologie, Medizinische Universität Graz; Danone Nutrition Forum)
Mag. Christoph Vavrik, Geschäftsführer Danone Österreich: "Die Partnerschaft mit der ÖGGH zeigt unser Engagement, nach dem Motto "täglich besser leben!" zur Gesundheit und Ernährung der Österreicher beizutragen. Partnerschaften mit Top-Experten im Bereich der Gastroenterologie helfen uns dabei."
Jeder Mensch hat ab und zu Verdauungsprobleme. Immer öfter werden aber aus "normalen" Verdauungsproblemen ernst zu nehmende Erkrankungen, wie etwa das Reizdarm-Syndrom. Umfragen zufolge leiden weltweit 100 Millionen Menschen, also ein Zehntel der Weltbevölkerung, an dieser Funktionsstörung des Darms. In Österreich sind etwa 20 Prozent der Bevölkerung, also rund 1,6 Millionen Menschen betroffen. Das Reizdarm-Syndrom ist nicht nur für eine massive Verschlechterung der Lebensqualität verantwortlich, sondern auch für etwa 10 Prozent der Krankenstandsfälle in Österreich.
Eine groß angelegte Untersuchung, die vom englischen Marktforschungsunternehmen TNS im Oktober 2008 in 15 europäischen Ländern zum Thema "Verdauungsprobleme" durchgeführt wurde, hat darüber hinaus folgende Ergebnisse gebracht:
- Einer von vier Betroffenen klagt über Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Fast ein Fünftel fühlt sich aufgrund der Symptome gestresst und unruhig. - Über 50 Prozent der Befragten geben an, dass ihre Lebensqualität durch das Reizdarm-Syndrom verschlechtert wurde. - Die Erkrankung kann die Leistungsfähigkeit um bis zu 30 Prozent senken und führt manchmal zu bis zu 1 ½ Ausfallstagen pro Arbeitswoche. - Mehr als ein Viertel der Reizdarm-Syndrom Patienten berichten, dass ihre Urlaube aufgrund der Symptome beeinträchtigt wurden.
Fehlende Diagnose beim Reizdarm-Syndrom
Verdauungsprobleme können jeden betreffen. Das Reizdarm-Syndrom muss aber aufgrund von Schwere und Dauer der Symptome von bloßen Verdauungsproblemen unterschieden werden.
"Das Reizdarm-Syndrom äußert sich anhand einer Reihe von spezifischen Symptomen, wie etwa Aufgeblähtsein, Bauchschmerzen, Verstopfung und/oder Durchfall. Diese treten chronisch oder immer wiederkehrend auf und haben einen erheblichen Einfluss auf die Fähigkeit der Patienten, produktiv zu arbeiten oder ein normales Leben zu führen", beschreibt Univ.-Prof. Dr. Walter Reinisch, Leiter der Arbeitsgruppe für chronisch entzündliche Darmerkrankungen in der Österreichischen Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie, die Erkrankung.
Erschwerend kommt hinzu, dass zahlreiche Reizdarm-Fälle nicht als solche diagnostiziert werden. Bis zu 90 Prozent der Betroffenen leiden stillschweigend darunter, anstatt gleich zum Arzt zu gehen. Die World Gastroenterology Organisation (WGO) hat mit Unterstützung von Danone einen Selbst-Test zur Verdauungsgesundheit entwickelt (unter www.danone-activia.at), der den Status quo der eigenen Verdauungsgesundheit einfach bestimmbar macht. Zusätzlich wurden von der WGO spezielle Ernährungsempfehlungen für Betroffene erstellt:
10 Ernährungsempfehlungen bei Reizdarm-Syndrom
1. Erhöhte Flüssigkeitszufuhr 2. Die Ernährung sollte den Verzehr von fermentierten Milchprodukten mit bewährten probiotischen Eigenschaften beinhalten 3. Einschränkung von blähenden Nahrungsmitteln 4. Einschränkung von fetthaltigen Nahrungsmitteln 5. Keine koffeinhaltigen Getränke und Cola 6. Kein Alkohol 7. Keine großen Portionen essen 8. Langsam essen und sorgfältig kauen 9. Weder Sorbitol noch Fructose verzehren 10. Übermäßige Belastungen vermeiden
Über die gastroenterologischen Organisationen:
Die World Gastroenterology Organisation (WGO) wurde am 29. Mai 1958 gegründet. Ihre 103 Mitgliedergesellschaften vertreten heute weltweit 50.000 Gastroenterologen. Ziel der WGO ist es, zum Studium und Fortschritt der Gastroenterologie beizutragen und den Kontakt zwischen den verschiedenen Organisationen zu fördern.
Die Österreichische Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie (ÖGGH) wurde 1967/68 vereinsrechtlich gegründet und ging aus der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) hervor, die 1925 in Wien gegründet worden war. Die ÖGGH beschäftigt sich seit ihrer Entstehung vorwiegend mit wissenschaftlichen Veranstaltungen, aber auch mit Fortbildung und ist bei standespolitischen Fragen aktiv.
Foto: Trimedia/APA-OTS/Schedl
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