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Arbeiterkammer kritisiert Förderung für thermische Sanierung
Dienstag, 14. April 2009 um 16:00 Uhr

Frisches Geld ist nötig, um Arbeitsplätze zu sichern


AK Präsident Herbert Tumpel

"Das Geld für die thermische Sanierung hilft doppelt und dreifach - dem Klima, den Menschen beim Geld und Energie sparen und es sichert Arbeitsplätze, was in Zeiten der Krise besonders wichtig ist", erklärt AK Präsident Herbert Tumpel. "Dazu ist aber frisches Geld nötig. Nur das Geld aus dem Klimafonds zu nehmen und mit einem neuen Mascherl zu versehen, bringt keine neuen Arbeitsplatze", kritisiert Tumpel, "das ist ein Null-Summenspiel." Das Geld für die thermische Sanierung kommt - wenn überhaupt - nur teilweise aus zusätzlichen Budgetmitteln: Die Mittel für den Sanierungs-Scheck für private Haushalte sollen aus einer Sonderdividende des Verbundes aufgebracht werden, die Mittel für die thermische Sanierung von Betriebsgebäuden sollen aus dem Klima- und Energiefonds kommen.

Am 3. April wurden von der Umweltförderungskommission die Förderrichtlinien für den Sanierungs-Scheck beschlossen. Er hat jedoch zwei deutliche Schönheitsfehler: Erstens wird der Umstieg auf Fernwärme nicht gefördert, obwohl gerade die Fernwärme eine besonders umweltschonende Heizform ist. Zweitens werden Sanierungsmaßnahmen bei Miethäusern nicht gefördert. "Wir wollen die Mittel optimal einsetzen. Wenn die Errichtung von neuen Fernwärmeanschlüssen und die Sanierung von Miethäusern nicht gefördert werden, ist der optimale Mitteleinsatz nicht sichergestellt", sagt Tumpel.

Foto: herberttumpel.at