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Die Anzeigenhäufigkeit ist in den Monaten Jänner bis März 2009 österreichweit im Vergleich zum Vorjahr um 4,68 % angestiegen. Wurden im selben Vergleichszeitraum des Vorjahres 2008 noch 136.847 Straftaten statisiert, so waren es heuer 143.253.
Ein Anstieg von Strafanzeigen ist in fünf Bundesländern zu verzeichnen. Im Burgenland, in Salzburg, in der Steiermark und in Tirol gibt es hingegen Rückgänge:
Angezeigte Jänner-März Jänner-März Veränderung Veränderung Fälle 2008 2009 absolut in %
Niederösterreich 18.405 20.178 1.773 9,63% Kärnten 6.346 6.868 522 8,23% Wien 51.048 55.198 4.150 8,13% Vorarlberg 5.011 5.202 191 3,81% Oberösterreich 17.381 17.823 442 2,54% Tirol 13.794 13.792 -2 -0,01% Steiermark 13.267 13.198 -69 -0,52% Salzburg 9.695 9.211 -484 -4,99% Burgenland 1.900 1.783 -117 -6,16%
ÖSTERREICH 136.847 143.253 6.406 4,68%
Im Bundesland Niederösterreich ist ein Anstieg von 9,63 % zu verzeichnen - hauptverantwortlich dafür sind vermehrte Anzeigen bei den Betrugsfällen. Trotz dieser Deliktserie von Betrugshandlungen konnte die Deliktszunahme im Vergleich zu den ersten beiden Monaten (Jänner-Februar 2009) um 7,1 % reduziert werden.
Wie bereits im Vormonat ausgeführt wurde, ist ein wesentlicher Prozentsatz des Anstieges auf jenen Mödlinger Fall zurück zu führen, der mit etwa 1.000 Delikten statistisch erfasst wurde. Die Polizeiinspektion Mödling führte bereits 2008 Ermittlungen gegen mehrere Firmen wegen Veruntreuung, Betruges sowie schweren Betruges durch. Die Betrugshandlungen waren im Yachtcharter-Bereich und in der Baubranche angesiedelt.
In Wien ist signifikant zu erkennen, dass vermehrt Geldfälschungsfälle aufgetreten sind. Es werden nach wie vor total gefälschte 100 Euroscheine der Serie P12... - vorwiegend in Supermärkten, Tankstellen und Geschäften - eingelöst.
Einen Schwerpunkt für das Jahr 2009 stellt die Bekämpfung der Einbruchskriminalität in Österreich dar. Beispielhaft hierfür darf die erst kürzlich durchgeführte Schwerpunktaktion in Wien, Niederösterreich und Burgenland erwähnt werden - auch in nächster Zukunft werden weitere operative Maßnahmen bundesländerübergreifend und in enger Zusammenarbeit mit unseren Nachbarstaaten mit diesem Ziel geführt werden.
Den stärksten Rückgang mit 6,16 % weist das Bundesland Burgenland auf.
Starker Rückgang bei der Kinder- und Jugendkriminalität
Die Daten der Märzstatistik lassen in den ersten drei Monaten dieses Jahres einen starken Rückgang bei der Kinder- und Jugendkriminalität erkennen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ist bei den Anzeigen der unter 10-Jährigen ein Minus von 9,1 %, bei den 10- bis 14-Jährigen ein Minus von 16,5 % und bei den Jugendlichen unter 18-Jahren ein Minus von 8,2 % zu verzeichnen.
Altersgruppen Jänner-März Jänner-März Veränderung 2008 2009 in %
unter 10 Jahre 175 159 -9,1% 10 bis unter 14 J. 1.723 1.438 -16,5% 14 bis unter 18 J. 8.383 7.698 -8,2%
Zurückzuführen ist diese sehr positive Entwicklung auch auf die starke mediale Präsenz dieser Problemlage in den letzten Monaten, die entsprechend intensivierte Präventionsarbeit sowie die ausgezeichnete Vernetzung und die daraus resultierenden Projektarbeiten in vielen kommunalen Bereichen.
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