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Seine erste Afrikareise als Außenminister führte Dr. Michael Spindelegger nach Äthiopien und Uganda. Neben hochrangigen politischen Gesprächen stand der Besuch von Projekten der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit im Zentrum der Reise. In Kampala, der Hauptstatt Ugandas, besuchte Außenminister Spindelegger unmittelbar nach dem Treffen mit Staatspräsident Museveni das Sternsingerprojekt "Kids in Need".
 BM Spindelegger besuchte gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Dreikönigsaktion, Erwin Eder und Mitarbeiter/innen von Horizont 3000 das aus Sternsingerspenden finanzierte Straßenkinderprojekt "Kids in Need" in Kampala/Uganda (Foto: Archiv Kath. Jungschar/Dreikönigsaktion )
Die Dreikönigsaktion, das Hilfswerk der Katholischen Jungschar, arbeitet seit vielen Jahren mit der lokalen NGO "Kids in Need" zusammen um Hilfe für Straßenkinder zu leisten. Das Projekt war auch Schwerpunkt der letzten Sternsingeraktion. Erwin Eder, Geschäftsführer der Dreikönigsaktion, war selbst vor Ort um die hochrangige Delegation, der auch Staatssekretär Lopatka angehörte, in Empfang zu nehmen: "Wir konnten zeigen, wie prekär die Situation der Straßenkinder in Kampala ist. 20 Jahre nach Verabschiedung der UNO-Kinderrechtskonvention sind Straßenkinder in vielen Ländern des Südens noch immer den schlimmsten Formen von Gewalt, Ausbeutung und Armut schutzlos ausgeliefert."
Robert Ekapu John, Projektleiter von "Kids in Need", stellte die erfolgreiche Arbeit des Projektes vor. Streetwork, Versorgung der Straßenkinder mit Nahrung, Kleidung und Medizin, Reintegration in die Familie und Schule gehören ebenso zu den Aktivitäten von "Kids in Need" wie Präventionsarbeit in den Gemeinden und Lobbyingaktivitäten für eine bessere Verankerung und Umsetzung der Kinderrechte in Uganda.
Außenminister Spindelegger zeigte sich beeindruckt von der Arbeit im Sternsinger-Projekt und den künstlerischen Darbietungen der Kinder: "Ein tolles Projekt, auch meine beiden Kinder haben bei der letzten Sternsingeraktion mitgemacht, nun kann ich ihnen berichten, welch große Hilfe mit dem Geld ermöglicht wird."
In Norduganda besuchte der Außenminister ein Versöhnungsprojekt, dass von HORIZONT3000 durchgeführt wird und aus Mitteln der EU, des Österr. Außenministeriums und der Sternsingeraktion finanziert ist. Nach zwei Jahrzehnten Bürgerkrieg geht es im Projekt darum, bei der Überwindung von Kriegstraumata zu helfen, verfeindete Gruppen und Dörfer zu versöhnen, und die Rückkehr der Vertriebenen in die Dörfer zu unterstützen.
Nach dem großen Interesse des Außenministers an der Arbeit der österreichischen NGOs in Afrika, hofft Eder nun auf einen Kurswechsel in der österreichischen Entwicklungspolitik. "Die Gesamtmittel für Entwicklungszusammenarbeit und die Mittel für die Arbeit der entwicklungspolitischen NGOs müssen deutlich erhöht werden. Da die NGOs am nächsten an den Armen dran sind, müssen sie einen viel größeren Stellenwert in der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit bekommen."
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