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Wirtschaftsminister Mitterlehner will Preissprünge an Tankstellen unterbinden
Mittwoch, 10. Juni 2009 um 06:02 Uhr
Foto: VCÖDer ARBÖ begrüßt, dass Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner endlich Schluss machen will mit ständig wechselnden Preisen an den Tankstellen. "Es ist höchste Zeit, diese schwindelerregenden Preisänderungen abzuschaffen und für mehr Preissicherheit zu sorgen. Nur so ist es den Autofahrern und Autofahrerinnen möglich, die Preise zu vergleichen und Geld zu sparen". Damit erfüllt der Minister eine wichtige Forderung des ARBÖ und reagiert auf häufige Beschwerden der Autofahrer.

Dass sich die Preise für einen Artikel mehrere Male am Tag ändern, gibt es ja auch sonst für kein anderes Produkt. "Undenkbar, dass etwa der Butterpreis in den Supermärkten während des Tages hinauf und hinunter und wieder hinaufgeht, je nachdem wie viel Leute gerade einkaufen. Das gibt es in keinem Geschäft".

Die Mineralölfirmen haben sich selber zu verdanken, dass der Wirtschaftsminister nun eingreifen muss. "Wer seine Preise so oft ändert und sie dabei gleich um 3 oder 6 Cent erhöht, braucht sich nicht wundern, dass diese sprunghafte Hü-Hott-Politik auffällt und auf Kritik stößt". Viele ARBÖ-Mitglieder haben ganz konkrete Nepp-Fälle dokumentieren können. Das häufigste Muster: In der Früh sind die Preise höher (wenn die Menschen zur Arbeit fahren), während des Vormittags (während der ARBÖ die Spritpreise erhebt) sinken sie leicht, um dann gegen Abend (wenn die Leute wieder nach Hause fahren) wieder stärker anzusteigen. Für sehr großen Ärger sorgt auch, dass an den Tankstellen noch günstigere Preise ausgeschildert sind und man an der Kassa dann gleich um 3 bis 4 Cent mehr zahlen muss.

Dass die Multis bei diesem verwirrendem Auf und Ab gut aussteigen, kann der ARBÖ am Beispiel Diesel dokumentieren. Gerade der zweiten Jahreshälfte 2008, wo sich die Spritpreisspirale munter auf und ab drehte, hat sie die Marge (Unterschied zwischen Dieselpreisen im Inland, netto und Dieselpreisen in Rotterdam) im Schnitt um 37 Prozent erhöht, und zwar auf 14,2 Cent pro Liter gegenüber 10,5 Cent in der ersten Jahreshälfte 2008. Diese Marge konnte sich in den ersten fünf Monaten dieses Jahres mit 13,1 Cent auf diesem Niveau weiter halten .