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Spontane Demonstration gegen geplantes Universitätsgesetz-Novelle
Montag, 08. Juni 2009 um 15:50 Uhr

Mit Transparenten, Pfeifkonzerten und Redebeiträgen wurde dagegen protestiert, dass mit der geplanten Novellierung des Universitätsgesetzes der Hochschulraum endgültig als Ausbildungsapparat für den Wirtschaftsraum/Arbeitsmarkt von den Regierungsparteien instrumentalisiert wird. Die Kundgebung fand direkt vor der Glasfassade statt - hinter der die Spitzenkanditat_innen vom ORF zum EU-Wahlausgang interviewt wurden - und begleiteten Bild und Ton der ZIB-Live-Übertragung.

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(Foto: Malgorzata Kugler)

Am symbolischen Ort zwischen Börse und "Haus der EU" protestierten die Demonstrant_innnen für eine Trennung von Bildungspolitik und profitorientierter Marktwirtschaft. Die Interviews mit den regierenden Politiker_innen wurden hörbar vom lautstarken Pfeifkonzert der Demonstrant_innen untermalt, und machten wieder deutlich, dass es am bestehenden repräsentativen politischen System ohne Kontakt zu den regierten Menschen nichts zu feiern gibt.

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(Foto: Malgorzata Kugler)

Zu sehen waren im Hintergrund der Interviews Transparente mit Aufschriften wie "SPÖVP oder gegen 300.000 Uni-Leute = Demokratie?", "Demokratischer Bildung den Hahn abdrehen?" oder "Bologna-Prozess abschalten".

Die Redebeiträge nahmen unter anderem Bezug auf die geplante weitere Entdemokratisierung der Bildungsinstitutionen und die Verunmöglichung von Mitbestimmungsrechten über Lehrinhalte und Lehrformate durch fachkompetente Personen aus dem Kreise der Studierenden und Lehrenden.

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(Foto: Malgorzata Kugler)

Solidarität! Weil Studierende auch Arbeiter_innen sind: Dieser Protest richtete sich nicht nur gegen Bildungsreformen, sondern gegen gesamtgesellschaftliche Umstrukturierungen, die Profite privatisieren während Verluste sozialisiert werden. Die Proteste machten deutlich, dass Studierende und Lehrende gemeinsam gegen diese Form von repräsentativer Politik kämpfen.